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20. Oktober 2015

Mirja in Norwegen

Azubiaustausch Norwegen

Wir freuen uns über die tollen Erfahrungen, die unsere Azubis in ihrer Ausbildung sammeln. Schön, dass sie uns mit ihren Berichten, wie hier Mirja Hörmeyer an diesen Erlebnissen teilhaben lassen:
Vor Kurzem durfte ich mich im Rahmen meiner Ausbildung in den hohen Norden Europas schlagen. Genauer gesagt in ein kleines Dorf Namens Hvam in Norwegen. Etwa 50 Kilometer nordöstlich von Oslo gelegen verbrachte ich ein 3-wöchiges Praktikum, um neue Erfahrungen und Eindrücke zu gewinnen. Ich verbrachte die Zeit in einem Internat, im dem etwa 70 Schüler aus unterschiedlichen Bereichen wie Landwirtschaft, Pferd- und Hufschmiedkunde, Garten- und Landschaftsbau und Medien- und Kommunikationstechnik untergebracht waren. Die erste Woche verbrachte ich in der Schulklasse der Gärtner. Sie hatten drei Praxis- und zwei Theorietage in der Woche. Die Praxis bestand aus der Pflege des Schulgeländes: Rasen mähen und Unkraut ziehen, oder auch Bau von Gewerken in Sand. In Norwegen gibt es keine duale Ausbildung. Sie besteht hauptsächlich aus dem Besuch der Schule und verschiedenen Praktika zwischendurch. Pflanzen lernen sie daher auch nur in der Schule und zwar kurz und knapp.


Mein erstes Wochenende habe ich mit zwei Lehrerinnen in Lillehammer verbracht. Dort fanden 1994 die Olympischen Winterspiele statt. Wir haben uns die Skisprungschanze angeschaut und ein Freilichtmuseum über die Geschichte Norwegens besucht. Während einer 4-stündigen Wanderung durch die raue Wildnis Norwegens, konnte ich die beeindruckende Seenlandschaft des hohen Nordens kennenlernen. Die letzten beiden Wochen habe ich als „Greenkeeper“ auf dem schuleigenem Golfplatz gearbeitet. Dort hatte ich die Möglichkeit, verschieden motorisierte Geräte ausgiebig zu testen: mit einem kleinen John Deere Traktor musste ich die Golfbälle von der „Driving Range“ einsammeln. Und natürlich durfte das auf einem Golfplatz obligatorische Rasenmähen nicht fehlen. Zwischendurch musste ich noch die „Sandbunker“ freisensen.


In der letzten Woche hat dann das norwegische Wetter zugeschlagen: Regen, und das Tag ein, Tag aus. Allerdings musste der Rasen trotzdem gemäht werden und ich hatte als erste die Möglichkeit einen fabrikneuen Rasenmäher-Traktor auszuprobieren. Bei dem Regen ein feuchtfröhliches Vergnügen. Das andere Wochenende habe ich Städte in der „näheren“ Umgebung besucht. Darunter Oslo, Kongsvinger und Årnes. Am Samstagabend besuchte ich mit meiner Deutschlehrerin eine Veranstaltung des örtlichen Heimatvereins. Nach einem traditionellen Essen wurden mit Gitarrenbegleitung Volkslieder gesungen.